Friday, April 16, 2010

Loch Ness


Die Aussicht von unserem Fenster. Millionen von Reisenden waren an Flughäfen gestrandet, nur weil es bei uns nie geregnet hat. 

An diesem Tag hatte Svenja beschlossen, dass sie mal einen Tag Ruhe brauchte, also machten Blandine und ich uns allein auf, um Loch Ness zu erkunden - von dem schönen Dörfchen Drumnadrochit aus.

Unsere erste Station war die Schlossruine von Urquhart Castle - bildschön und sehr windig.

Ich auf einem Gemäuerbrocken, der in einem Krieg aus einem Turm gebrochen war.

Danach unternahmen wir einen einstündigen Sprint auf einen Aussichtspunkt im Wald. Wir waren unter Zeitdruck wegen dem Beginn einer Tour und es war so steil, dass wir teilweise auf allen Vieren klettern mussten. Hier hat Blandine gerade den Gipfel erreicht.

Die Aussicht von oben.

Dann begaben wir uns in einem Sonarboot auf die Jagd nach dieser Schönheit - der sagenumwobenen Nessie.

Und wieder war es SAUKALT, lasst euch von der Sonne nicht täuschen.

Nessie ließ sich leider nicht blicken. Unser Kapitän war ein total uriger Typ, der schon sein ganzes Leben lang nach Nessie sucht, sie aber nur einmal gesehen hat - vor 7 Jahren. Er war es auch, der die tiefste Stelle im See entdeckt hat und die nun nach ihm benannt ist: Edward's Deep.

Schöner Blick auf das Schloss vom See aus.

Thursday, April 15, 2010

Black Isle

Unser Hostel in Inverness: Hier haben wir ganz Hardcore in einem 6er-Zimmer geschlafen, und diesmal waren auch Jungs dabei. Und das macht einen riesen Unterschied was Düfte und Geräuschpegel angeht, das dürft ihr mir glauben...

Es gab auch keine wirklichen Bettbezüge, also kein dreiteiliges Set mit Laken und Bezügen, sondern EIN Teil, das aussah wie zwei unten aneinander genähte Laken, wo auf einem eine Lasche für ein Kissen ist. Das Karierte auf dem Bild ist also die unbezogene Bettdecke und das "Laken" konnte leicht verrutschen.

Nach dem Einchecken beschlossen wir, Black Isle zu erkunden und fuhren mit dem Bus ins kleine Fischerdörfchen Avoch (sprich: Ok. Die spinnen, die Schotten).

Avoch sieht sowas von unschottisch aus.

Panoramas vom Strand.

Blandine und Svenja beim Picknicken.


Wir nahmen an einer Dolphin Cruise auf dem Moray Firth teil. Es war SAUKALT.

Das hing auf dem Boot neben zwei Schildern mit der Aufschrift "What you may see", auf denen Tiere gezeigt wurden, die im Moray Firth leben. Zweite Bild von rechts in der unteren Reihe ist mit "Serious Fuel Crisis" betitelt und zeigt unseren Kapitän ;)

Die Tour wäre allein landschaftlich schon ihr Geld wert gewesen..

.. aber als wir dann ganz viele Delphine sehen konnten war natürlich keiner böse.

Als wir zurück kamen war der Hafen auf einmal trocken! O_o

Von Avoch aus nahmen wir den Bus nach Rosemarkie. Das dort angesiedelte Museum mit piktischen Steinen war leider geschlossen, aber dafür gingen wir auf einen Spaziergang ins Fairy Glen (Glen = Schottisch für schmales Tal).

Danach wanderten wir am Strand entlang nach Fortrose. Leider hatten wir keinen Alkohol dabei.

Ruine einer alten Kathedrale in Fortrose.

Wir ließen den Abend dann in einem echt schottischen Pub bei richtig guter Live Musik ausklingen... es war so schön! Obwohl ich an diesem Abend zum ersten Mal gemerkt habe, dass ich eine Erkältung bekomme.

Wednesday, April 14, 2010

Glasgow

Dieses Hostel war definitiv das luxuriöseste, aber auch das unpersönlichste und ungemütlichste. Eigentlich wars eher wie ein Hotel. Wir hatten wieder ein single sex 4er Zimmer.

Der Blick von der Straße vorm Hostel aus.

Kuriose Artfakte aus dem Hunterian Museum: z.B. hinten halb verdeckt ein versteinertes Vogelnest mitsamt Ei, links Ohrknochen eines Wals, in der Mitte ein natürlich geformter Sandstein, und der Stein vorn hat die Rillen durch ständige Bearbeitung durch Pinguinfüße bekommen. 

Glasgow University. Erinnert mich an die Krypta im Speyrer Dom.

Preisfrage: Warum hängt die Tür in der Luft? Tatsächlich handelt es sich bei dem großen Gebäude um eine riesige Galerie, in die das kleine Häuschen der Macintoshs eingearbeitet wurde. Quasi als Haus im Haus. Ich muss leider gestehen, dass Macintosh wirklich bisher völlig an mir vorbei gegangen ist, aber die Schotten sind total stolz auf ihn und seine Rosen. Man findet sie überall - auf Speisekarten, an Haustüren, auf Spiegeln..

Die Nekropolis - ein riesiger, uralter Friedhof.

Ein Missionsplakat in St Mungo's Museum for Religious Life and Art - eins der besten Museen, in denen ich bisher war. Das Plakat sollte Japanern den Herrn Jesus Christus verkünden. Ich glaube ich wäre da schreiend weg gerannt.

Nach so viel Laufen und Kultur hilft nur noch Whisky, bzw. Bailey's.

Tuesday, April 13, 2010

Edinburgh II

Die Studenten in Edinburgh rubbeln immer Humes großen Zeh, wenn sie Glück bitter nötig haben.. der war sogar mal vor lauter Rubbeln abgefallen und musste erneuert werden.

Edinburgh als Touristenhochburg.

Am Dienstag morgen stand auf unserem Programm eine dreistündige (dann aber eher vierstündige) kostenlose Tour von einer Organisation, bei der wir auch schon in London waren und die immer super sind, Sandeman's New Tours. Hier erzählt die Führerin Kate Horrorstories über Burke & Hare, zwei Männer die um 1827 mindestens 17 Prostituierte ermordet haben, um die Leichen an die Universität zu verkaufen. Blandine findet das wohl eklig.

Da lacht sie schon wieder.

Weiter gehts mit Geschichten von Bodysnitchern, die die Menschen zwar nicht extra umgebracht haben, um Leichen verhökern zu können, sondern sich auf dem Friedhof bedient haben. Reiche Familien schlossen die Särge unterirdisch in einen Käfig ein wie den, auf dem Kate hier steht; arme mussten drei Wochen auf dem Grab campieren um sicher zu gehen, dass die Leiche zu stark verwest war um noch für Forschungszwecke dienlich zu sein. Übrigens haben Forscher festgestellt, dass damals (als das Puls fühlen noch nicht erfunden war) jeder fünfte Begrabene noch nicht tot war. Woran sie das gemerkt haben? An den Kratzspuren am Sargdeckel.

In Edinburgh wurde auch das Konzentrationslager erfunden: Covenanters' Prison.

Hier zeigt Kate die Größe des Hundes an, den sich der Polizist John Gray als Polizeihund ausgesucht hatte. Es handelte sich um einen Skye Terrier namens Bobby, und der ist heute eine Berühmtheit, weil er nach Grays Tod 14 Jahre lang dessen Grab bewachte.

 

Rechts im Bild: Bobby, die meist fotografierteste Statue Schottlands.

Weil Edinburgh auf ein Kliff gebaut ist gibt es uuuunheimlich viele Treppen und Brücken.

Nach der Tour erklommen wir den höchsten Gipfel und besichtigten das Schloss. Für 13 Pfund.

Das muss halt sein.

Die Aussicht vom Schloss war nicht sehr bombig - nur über die sterile New Town statt über die charmante Old Town.

Sehenswert: Graffitis von Gefangenen aus dem 18. Jahrhundert.

Kurios: Hundefriedhof für Queen Victorias Lieblinge.

Auf der Plakette steht: Dieser Brunnen [...] befindet sich nahe eines Ortes, an dem viele Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden sind. [...] Einige von ihnen nutzen ihr außergewöhnliches Wissen, um teuflischen Machenschaften nachzugehen, während andere missverstanden wurden und anderen nichts als Gutes wünschten. 

Die sind ja gaaar nicht abergläubisch, die Schotten. Und wer jetzt sagt: Aber so waren wir Deutschen doch früher auch, der hat noch nicht gewusst dass der Brunnen aus den 70ern ist. 1970ern.

Danach gings ins Scotch Whisky Heritage Centre. Hier habe ich was über die verschiedenen Farbtöne gelernt.

In den kleinen Fläschchen waren vier verschiedene Aromen in Watte gepackt, die wir dann rausschmecken sollten. Es gab Vanille, Birne, Blumen und Asche. Seitdem schmeckt Whisky für mich nach Asche. Also bitte, wer möchte denn Asche trinken.. das kann ich niemandem glauben.

Auf der Suche nach "Legs" um zu überprüfen, ob es sich um ein "light" Exemplar handelt.