Friday, June 11, 2010

Letzter Tag auf der Insel

(Nachtrag vom 13. Juni)

An diesem Tag war ich allein unterwegs, weil die anderen morgens schon zurück nach Guildford aufbrachen.

Packen und aufräumen.

Ein letztes Mal auf den Bus warten. Man konnte sich drauf verlassen, dass er immer zwischen 10 und 20 Minuten Verspätung hatte.

Station 1: Carisbrooke Castle. Ich lief laaaange um hin zu kommen, nur um festzustellen, dass der Spaß teuer ist und es nicht viel zu sehen gibt. Ich ging also nicht hinein und machte mich auf den Weg von Newport nach Carisbrooke.

Wieder typisch Englisch: So können Fußgänger eine Weide überqueren, ohne dass die Tiere flüchten können.

Leider waren es keine Schafe, sondern Tiere mit spitzen Hörnern, aber zum Glück hatten sie mehr Angst vor mir als ich vor ihnen.

Carisbrooke an sich war ein sehr schönes Dörfchen.

Aber nicht schöner als Station 2: Brighstone, eines der Vorzeigedörfer der Isle of Wight mit vielen Reetdach-Häusern (Thatched Cottages) und gepflegten Gärten.

Sehr idyllisch. Eigentlich zu idyllisch.

Ich habe mich immer gefragt, wo im Moment gerade in England die Leute begraben werden, weil man immer nur sehr alte Friedhöfe sieht. Hier ist die Antwort: Auf den alten Friedhöfen.

Die ganze Isle of Wight wimmelt nur so von Hasen: man kann in den ländlicheren Gegenden, oder beispielsweise auch auf dem Campingplatz, keinen Schritt laufen ohne in Hasenköttel zu treten.

Station 3: Hanover Point an der Compton Bay. Very beautiful.

Zweitschönster Strand nach Shanklin. Der Punkt im Meer ist eine künstliche Markierung, die wegen ihrer fingerhutähnlichen Form liebevoll "Thimble" genannt wird. Sie sollte verhindern, dass die Kanonen vom nahegelegenen Fort aus versehen in Richtung Insel gerichtet werden.

Selbstauslöser ist schon eine tolle Sache.

Eine alte römische Straße? Nein.

Aus dem Bus fotografiert: die nahe gelegene Freshwater Bay, zu Jane Austen's Zeiten ein beliebter Kurort für Reiche und auch heute noch eine der schönsten Buchten auf der Insel. Wenn die Häuser nicht wären.

Station 4: In Yarmouth angekommen lief ich erstmal zwei Kilometer zum Fort Victoria - allerdings gab es da nicht wirklich was zu sehen.

Also lief ich zurück in Richtung Yarmouth - sieht doch so aus, als könnte man da einfach bequem hin spatzieren, oder??

Sieht doch immer noch so aus, oder?? Ich meine, durch ein Sumpfgebiet läuft es sich nicht besonders gut, aber es scheint doch der kürzeste Weg zu sein?

So nah und doch so fern: Endstation am Hafen. Ich musste komplett durch das Sumpfgebiet zurück laufen und dann an einer Schnellstraße entlang nach Yarmouth. Hätte ich mal auf die Karte geschaut, hätte ich das auch gesehen.

Irgendwann kam ich doch glücklich an und gönnte mir eine Pilzsuppe. Ansonsten gabs leider nicht viel zu sehen - links Yarmouth Castle (Schloss??) und rechts der Grund, warum Yarmouth neben den Segelregattas bekannt sein könnte - hier landet die Fähre von Lymington aus.

Höhepunkt meines Besuchs in Yarmouth (jedenfalls gleich nach der Suppe): Der Pier.

Ich nahm den nächsten Bus und durfte zum Abschluss Ryde noch einmal von seiner sonnigsten Seite sehen.


Wie auf der Isle of Wight kostet in Portsmouth die Kugel Eis 1,75 Pfund, etwa 2,10 Euro.


Lord Nelson's letzter Blick am Spur Redoubt bevor er zur Schlacht um Trafalgar aufbrach.

1 comment:

  1. Hi, wir warten auf die Bilder von Cornwall und das happy end! Mom

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