Wednesday, April 28, 2010

Zurück in Guildford

Ich kann jetzt behaupten, mich wieder richtig eingelebt zu haben. Hier die Highlights der vergangenen Tage:

Freitag: Dear John im Kino. Superschöne Schnulze. Hab Michi total vermisst.

Sonntag: Nudelauflauf in  Michaelas Küche gekocht. Zum ersten Mal verstanden, warum die Mädels dort ungern kochen oder sich generell ungern dort aufhalten. Ich meine, zuhause in Deutschland sieht unsere Küche manchmal auch nicht viel besser aus, aber das ist wenigstens unser eigener Dreck.

Montag: Abschiedsessen für Tatjana mit Tapas. Hat Spaß gemacht, aber das Restaurant hatte meiner Meinung nach ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. 8 Bohnen und eine Karotte für 3,50 Pfund?!

Tatjana, Michaela und Lisa (auch eine Deutsche). Auffällig: Außer uns war niiiiemand im Restaurant.

Die Stimmung war trotzdem gut.


Abschiedsfoto.

Dienstag: Gestern war die erste Party nach den Osterferien angesagt - erst Vorglühen bei uns in der Wohnung und dann gings in die Piano Bar. Ich fands nicht ganz so gut wie sonst immer, aber wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß :)


Heute: In meinem Shakespeare-Seminar durften wir ein Stück unserer Wahl imaginär als Porno inszenieren. Öfter mal was Neues!

Wednesday, April 21, 2010

Schottland (generell)

Ich bin wieder gut in Guildford angekommen - zwar wurde mein Flug am Montag abgesagt, aber wir konnten einen Nachtbus nach London erwischen und waren dann satte 13 statt nur 1 Stunde unterwegs.

Die Reise verlief so:

 Flug nach Edinburgh (sprich: Edinbra)
2 Tage Edinburgh
Zug nach Glasgow
1 Tag Glasgow
Zug nach Inverness
6 statt 4 Tage in Inverness (wegen Asche)

 
Bus nach London




Ich habe mich auf dieser Reise absolut in Schottland verliebt. Je mehr ich davon gesehen habe, desto mehr wollte ich sehen. Bei meinem nächsten Trip muss ich unbedingt auf die Isle of Skye, und Isle of Arran. Und ich will Eilean Donan Castle sehen, und nach Balmoral während die Queen da ist. I can't wait. Und ich muss weiter nach einem kurzen, grauen Kilt suchen.

Tuesday, April 20, 2010

Nairn

Weil unser Bus nach Guildford erst abends fuhr, unternahmen wir einen Kurzausflug nach Nairn (sprich: Nern mit gerolltem R).

Der Strand dort war sehr hübsch - Sandsteinsand, wie auf Black Isle.

Nordseefeeling.

Ein paarmal hat es mich fast weggeweht.

Es war grad Ebbe, sonst wäre das alles überflutet gewesen.


Nach dem Strand hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit, um Nairn an sich zu erkunden. Alles in allem sehr malerisch.

Auf der Rückfahrt mit dem Bus sah ich sie plötzlich - Highland Kühe!! Dazu muss man wissen, dass ich während des gesamten Urlaubs auf der Suche nach ihnen war. Wir stiegen also an der nächsten Haltestelle aus, brachen in ein Privatgrundstück ein und machten viele, viele Fotos.

Zurück nach Inverness zu kommen war gar nicht so einfach, weil Bushaltestellen in Inverness sehr minimalistisch sind. Wer braucht schon einen Fahrplan.

Das letzte Foto von meinem Schottlandurlaub, aus dem Bus auf der Heimfahrt aufgenommen. Es war so schade, dass meistens links und rechts von der Straße Bäume waren - die Landschaft war einfach wunderschön.

Monday, April 19, 2010

Cairngorm Mountains

An diesem Tag unternahmen wir unseren von Inverness an weitesten entfernten Ausflug in die Cairngorm Mountains. Unser Ausgangspunkt war das Städtchen Aviemore, wo wir uns in der Tourist Info erst mal nach schönen Wanderungen erkundigten.

100 gute Ratschläge und nette Helfer später hatten wir uns eine schöne Route zusammengeschustert und besuchten zuerst diesen wunderschönen Loch.

Dieses Foto von der Schlossruine im See ist mein Lieblingsfoto vom ganzen Urlaub.

So wie die Gegend dort aussieht stelle ich mir Kanada vor.

Oder Finnland. 


Fügen Sie hier einen geistreichen Kommentar ein.

Nach den vielen Seen schlugen wir eine andere Route ein, die hauptsächlich über verwilderte Heide führte und treffenderweise "Mountain View" hieß. Wenn man genau hinschaut sieht man die schneebedeckten Berge - die Cairngorms sind auch ein beliebtes Skigebiet.

Meilenweit keine Menschen, nur Schafe.

Rast.

Irgendwo in den Wäldern müssen auch Kühe unterwegs gewesen sein. An solchen  Toren stand immer, dass man sie wegen der Kühe wieder hinter sich schließen soll. Weil das wohl viele nicht tun gibt es zusätzlich sogenannte Cattle Grids im Boden, die Kühe nicht überqueren können.


Home sweet home.

Zum Abendessen kochte ich mir vegetarisches Haggis aus der Dose.

Sah total eklig aus.

Und schmeckte auch so. Nur wusste ich das noch nicht, als dieses Bild aufgenommen wurde. Links von mir mein Freund, das Salz. Obwohl es das in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, scheinen Briten es noch nicht entdeckt zu haben.

Sunday, April 18, 2010

Fort George & Craig Phadraig Walk


Unser nächster Ausflug führte uns nach Fort George.

Diese streng symmetrisch und absolut militärisch zweckgerichtet wirkende Festung wurde im Anschluss an die Schlacht von Culloden gebaut, um die Highländer unter Kontrolle zu halten.

Manifestation von schottischem Nationalstolz: Obwohl die meisten Schotten meinen, sie hätten nichts gegen die Engländer, kann man doch immer einen anti-englischer Unterton ausmachen.

Do not climb on walls.

Fort George wurde auf dem Chanonry Point gebaut, d.h. genau da, wo immer die vielen Delphine sind und wo wir auch auf der Dolphin Cruise hingefahren sind. An dem Tag war es leider aber viiiel zu kalt, um lang auf den Mauern zu stehen und nach Delphinen Ausschau zu halten.


In der Mittagspause wurde uns klar, dass unser Flug am nächsten Tag bestimmt nicht fliegen würde, weshalb wir stundenlang nach Bussen und Zügen suchten.

Hostelkatze Misty war von unserem Verdruss völlig unberührt.

Wir brachen sehr spät zu unserem Spaziergang in den Craig Phadraig Forest auf. Dummerweise hatte ich den Maßstab der Karte falsch eingeschätzt und es wurde eher eine Wanderung draus. Der Blick von dem Berg war es aber wert.

Wir schafften es gerade noch zurück bevor es dunkel wurde. Wir hatten so Schiss, uns im Wald zu verlaufen, dass ich Fotos von jeder Kreuzung gemacht habe.

Gute Nacht.

Saturday, April 17, 2010

Culloden & Ness Walk

Nachdem Blandine am frühen Morgen in Richtung Guildford abgereist war, machten Svenja und ich uns auf zum Culloden Battlefield.

Auf dieser Wiese wurde 1746 der letzte Kampf auf britischem Boden ausgetragen. Hier metztelte die Armee des Königs 1500 Highlander nieder, mit nur 50 Mann Verlust auf eigener Seite. Aus Furcht vor weiteren Aufständen wurde daraufhin die gälische Kultur unterdrückt: Die Sprache verboten, genauso wie Tartans (die Karomuster) und sogar Dudelsäcke. Das Clanwesen wurde aufgelöst.

Die Gefallenen Highländer wurden gemäß ihres Clans in Massengräbern bestattet, hier das größte Grab der Mackintoshs.

Vorführung der damaligen Kleidung und Waffen.

Am Nachmittag machten wir uns auf auf einen Spaziergang am Fluss Ness entlang, zu den Ness Islands.


Die Inseln waren einfach wunderschön.. eine Insel war mit der andern immer über schmale Brücken verbunden, und man kam so bis auf die andere Seite des Flusses.

Nur ein Beweisfoto, dass ich tatsächlich dort war.

Schöner Blick auf das Schloss von Inverness.

Ich habe den Common Room unseres Hostels geliebt.. fast wie zuhause. Und so nette Gesellschaft. 

Wanddekoration von Generationen von Backpackern.