Tuesday, April 13, 2010

Edinburgh II

Die Studenten in Edinburgh rubbeln immer Humes großen Zeh, wenn sie Glück bitter nötig haben.. der war sogar mal vor lauter Rubbeln abgefallen und musste erneuert werden.

Edinburgh als Touristenhochburg.

Am Dienstag morgen stand auf unserem Programm eine dreistündige (dann aber eher vierstündige) kostenlose Tour von einer Organisation, bei der wir auch schon in London waren und die immer super sind, Sandeman's New Tours. Hier erzählt die Führerin Kate Horrorstories über Burke & Hare, zwei Männer die um 1827 mindestens 17 Prostituierte ermordet haben, um die Leichen an die Universität zu verkaufen. Blandine findet das wohl eklig.

Da lacht sie schon wieder.

Weiter gehts mit Geschichten von Bodysnitchern, die die Menschen zwar nicht extra umgebracht haben, um Leichen verhökern zu können, sondern sich auf dem Friedhof bedient haben. Reiche Familien schlossen die Särge unterirdisch in einen Käfig ein wie den, auf dem Kate hier steht; arme mussten drei Wochen auf dem Grab campieren um sicher zu gehen, dass die Leiche zu stark verwest war um noch für Forschungszwecke dienlich zu sein. Übrigens haben Forscher festgestellt, dass damals (als das Puls fühlen noch nicht erfunden war) jeder fünfte Begrabene noch nicht tot war. Woran sie das gemerkt haben? An den Kratzspuren am Sargdeckel.

In Edinburgh wurde auch das Konzentrationslager erfunden: Covenanters' Prison.

Hier zeigt Kate die Größe des Hundes an, den sich der Polizist John Gray als Polizeihund ausgesucht hatte. Es handelte sich um einen Skye Terrier namens Bobby, und der ist heute eine Berühmtheit, weil er nach Grays Tod 14 Jahre lang dessen Grab bewachte.

 

Rechts im Bild: Bobby, die meist fotografierteste Statue Schottlands.

Weil Edinburgh auf ein Kliff gebaut ist gibt es uuuunheimlich viele Treppen und Brücken.

Nach der Tour erklommen wir den höchsten Gipfel und besichtigten das Schloss. Für 13 Pfund.

Das muss halt sein.

Die Aussicht vom Schloss war nicht sehr bombig - nur über die sterile New Town statt über die charmante Old Town.

Sehenswert: Graffitis von Gefangenen aus dem 18. Jahrhundert.

Kurios: Hundefriedhof für Queen Victorias Lieblinge.

Auf der Plakette steht: Dieser Brunnen [...] befindet sich nahe eines Ortes, an dem viele Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden sind. [...] Einige von ihnen nutzen ihr außergewöhnliches Wissen, um teuflischen Machenschaften nachzugehen, während andere missverstanden wurden und anderen nichts als Gutes wünschten. 

Die sind ja gaaar nicht abergläubisch, die Schotten. Und wer jetzt sagt: Aber so waren wir Deutschen doch früher auch, der hat noch nicht gewusst dass der Brunnen aus den 70ern ist. 1970ern.

Danach gings ins Scotch Whisky Heritage Centre. Hier habe ich was über die verschiedenen Farbtöne gelernt.

In den kleinen Fläschchen waren vier verschiedene Aromen in Watte gepackt, die wir dann rausschmecken sollten. Es gab Vanille, Birne, Blumen und Asche. Seitdem schmeckt Whisky für mich nach Asche. Also bitte, wer möchte denn Asche trinken.. das kann ich niemandem glauben.

Auf der Suche nach "Legs" um zu überprüfen, ob es sich um ein "light" Exemplar handelt.

1 comment:

  1. Sorry, bin Laie. Seit wann hat Whisky Beine und wie sehen diese aus?
    Mom

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